5 nützliche Tipps zur Fellpflege beim Hund – Kurzhaar und Langhaar

Eine regelmäßige und artgerechte Fellpflege bei Hunden ist wichtig, um ein gesundes und funktionierendes Hundefell zu gewährleisten. Ein intaktes Fell gibt dem Vierbeiner nicht nur sein charakteristisches Aussehen, sondern schützt ihn auch vor verschiedenen äußerlichen Einwirkungen.

So schützt ihn das Fell beispielsweise vor Feuchtigkeit, Wind, Sonnenstrahlung aber auch vor Verschmutzung und Verletzungen. Zusätzlich sorgt es bei kalten Temperaturen für eine angemessene Wärmeisolierung. In diesem Artikel findest du 5 nützliche Tipps zur Fellpflege bei Hunden.

1. Das Hundefell bestimmt die Häufigkeit und das Equipment der Fellpflege

1.1. Häufigkeit der regelmäßigen Fellpflege

Während die Fellpflege bei kurzhaarige Hunderassen grundsätzlich schnell erledigt ist, ist sie bei langhaarigen Hunden umso zeitintensiver. Für Vierbeiner mit kurzen Haaren ist häufig schon ein wöchentliches Durchbürsten ausreichend um eine optimale Fellpflege zu gewährleisten. Anders sieht es bei den meisten Hunderassen mit langem Hundefell hingegen aus, diese sollten wesentlich öfter gebürstet werden, manche sogar täglich.

Langes Hundefell, vor allem mit Unterwolle, neigt besonders stark zu Verfilzungen. Oft reicht schon ein kleines Holzstückchen, vom Spazierengehen oder dem rumspielen im Gras aus, um sich mit den im Fell befindlichen abgestorbenen Härchen zu einer Verfilzungen zu entwickeln. Verfilzungen sind nicht nur zu vermeiden, weil sie bei Bewegungen Schmerzen verursachen können, sondern auch noch extrem schlecht trocknen. So bieten sie einen optimalen Lebensraum für Ungeziefer und Parasiten, diese können langfristig zu Hauterkrankungen oder Entzündungen führen.

Weitere Informationen zum Thema Unterwolle entfernen findest du in unserem Artikel: „Unterwolle entfernen beim Hund – Infos, Tipps und Tricks

1.2. Welche Bürste für welche Felllänge?

Die Frage, welches “Werkzeug” bei der Fellpflege zum Einsatz kommt, hängt ebenfalls vom Hundefell ab.

Bei langhaarigen Vierbeinern können beispielsweise Drahtbürsten oder Striegel mit abgerundeten, rotierenden Spitzen verwendet werden. Für langhaarige Hunde mit Unterwolle ist eine Unterwollbürste wie z.B. der Furminator* von Vorteil. Unterwollbürsten entfernen beim durchkämmen einen Teil der Unterwolle, ohne dabei das Deckhaar zu beschädigen.

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Bei Hunden mit kurzen Haaren können zur Fellpflege beispielsweise eine weiche Noppenbürste, ein Fellpflegehandschuh* oder eine weiche Naturhaarbürste verwendet werden.

2. Fokus auf Stellen die besonders zu Verfilzungen neigen

Größere Verfilzungen, sogenannte Filzplatten, sollten um jeden Preis vermieden werden. Aus diesem Grund ist es von Vorteil zu wissen, wo Verfilzungen besonders oft entstehen. Dies sind vor allem Körperpartien, an denen häufig Reibung im Hundefell entsteht oder Bereiche an die man nicht so gut zum bürsten ran kommt, wie:

Halsbandbereich (und hinter den Ohren)

Achselbereich

Brustbereich

Hinterteil / Genitalien

Kinn

Weitere Informationen zum Thema Verfilzungen findest du in unserem Artikel: „Wie entfernt man Verfilzungen am besten? (Anleitung und Vorbeugung)

3. Hund im Fellwechsel unterstützen

Das Fell vieler Hunde vollzieht im Frühjahr und im Herbst den sogenannten Fellwechsel. Dabei verändert sich das Hundefell. Wenn es im Herbst draußen wieder kälter wird, wird das Fell dichter. Die Körpertemperatur des Hundes kann besser gespeichert werden und der Hund friert nicht. Im Frühjahr, wenn es wärmer wird, verliert der Hund dann das dichte “Winterfell” wieder. Luft kann im Sommer besser im Hundefell zirkulieren und der Hund ist für die heißen Sommertage gewappnet.

Dementsprechend sollte gerade während des Fellwechsels, vor allem aber im Frühjahr, häufiger als sonst zur Bürste gegriffen werden. Durch den vermehrten Ausfall von Unterwolle und Deckhaar im Frühjahr besteht eine erhöhte Verfilzungsgefahr.

4. Fellpflege ist auch bei kurzhaarigen Hunden von Vorteil

Das Fell von kurzhaarigen Hunden ist, ohne Frage, nicht so pflegeintensiv wie das langhaariger Hunde, doch auch bei Hunden mit kurzen Haaren bringt die regelmäßige Fellpflege Vorteile mit sich.

Das Bürsten wirkt nicht nur wie eine entspannende Massage auf den Hund, sondern regt auch noch die Durchblutung der Haut an. Gleichzeitig werden abgestorbene Härchen und Hautschuppen aus dem Fell entfernt.

Des weiteren können Problemstellen oder Zecken schon frühzeitig im Hundefell entdeckt und behandelt werden, oft noch bevor Folgeprobleme entstehen. Zur Fellpflege von Kurzhaar-Hunden können beispielsweise eine weiche Noppenbürste, ein Fellpflegehandschuh* oder eine weiche Naturhaarbürste verwendet werden.

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5. Fellpflege als regelmäßiges Ritual

Wie heißt es so schön, der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Auf Hunde trifft das aber meiner Meinung nach mindestens genauso zu. Dementsprechend ist es sinnvoll, die Fellpflege ebenfalls zu einer regelmäßigen Gewohnheit zu machen. Beispielsweise nach einem langen Spaziergang oder wenn er sich müde gespielt hat. In einer angenehmen und stressfreien Atmosphäre kann der Hund sich entspannen, zusätzlich wird die soziale Bindung zum Frauchen / Herrchen während der Zweisamkeit gestärkt. Das Loben und Leckerlis für Zwischenerfolge oder zumindest zum Abschluss darf aber natürlich trotzdem nicht fehlen.

So bleibt dem Hund die gemeinsame Zeit positiv in Erinnerung und auch das nächste Mal wird er sich auf die „Streicheleinheit“ freuen.

Hund entspannt nach der Fellpflege - Hundeschermaschinen-Ratgeber.de

6. Bonus: Hund bereits im Welpenalter an die Fellpflege gewöhnen

Am besten lernt man der Fellnase nämlich bereits als jungem Welpen schon, dass die Fellpflege nicht schlimm ist, sondern wichtig ist und regelmäßig stattfinden muss. Dem Welpen kann die Fellpflege in kleinen spielerischen Schritten beigebracht werden. Auch hier sollte natürlich mit Lob und Leckerlis gearbeitet werden, wenn der Hund etwas als positiv empfindet, merkt er sich das. Wichtig ist jedoch, dass nicht der Welpe entscheidet wann Schluss mit der Fellpflege ist, sondern das Frauchen/Herrchen.

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